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Den Datentresor in die „Wolke“ geholt

Nordkurier, 01.03.2012
Von Jörg Spreemann

Mit einer starken Truppe fährt die Software-Initiative Neubrandenburg zur Computermesse CeBIT. Erstmals mit dabei ist in Hannover die Hochschule der Viertorestadt.

Bernd Scheller und Frank Seefeld von Dr. Netik & Partner sowie Gerd Teschke von der Hochschule Neubrandenburg hoffen auf lohnende Tage auf der weltgrößten Computermesse CeBIT. Ebenfalls mit dabei ist GTA Geoinformatik mit Spezialsoftware für 3D-Stadtmodelle und Gebäude. Die Teilansicht des Rostocker Hafens gehört zu den insgesamt rund 5000 Objekten, die bisher in 3D digitalisiert wurden.

Alle reden über die Wolke – aber nicht nur bei der Wettervorhersage, sondern auch bei den Informationstechnologien (IT). „Cloud-Services“ heißen im Fachjargon die Anwendungen, bei denen Daten im Internet gelagert werden und von überall abrufbar sind. Schon im vergangenen Jahr hatte das Neubrandenburger Unternehmen Dr. Netik und Partner diesen Trend erkannt und auf der weltgrößten Computermesse CeBIT sein Angebot vorgestellt, wie Firmen ihre elektronischen Dokumente in der „Wolke“ aufbewahren können. Darauf baue das Unternehmen in diesem Jahr auf. „Wir nehmen aber auch Neuigkeiten mit nach Hannover“, kündigt Geschäftsführer Lutz Netik an.

So zum Beispiel eine Art Internet-Tresor. „Ist ein Computer online, werden die Daten außerhalb des Unternehmens gesichert“, erläutert er. Das könne beispielsweise bei Bränden, Diebstählen oder auch defekten Festplatten lebenswichtig für Firmen sein.

In diesem Jahr ist die regionale CeBIT-Präsenz so groß wie noch nie. Verstärkung kommt aus Greifswald und Rostock durch Firmen, die Mitglied der Software-Initiative Neubrandenburg (SINB) sind. Vier Unternehmen, die Hochschule Neubrandenburg und das Technologiezentrum TIG haben Flächen auf dem Landesstand Mecklenburg-Vorpommern gebucht. „Die anderen haben sich innerhalb der SINB von unserer Begeisterung ein wenig anstecken lassen“, freut sich Netik. Die Kooperation innerhalb der SINB habe inzwischen Produkte hervorgebracht, die auf der CeBIT angeboten werden könnten. Darunter eine „Wolken“-Lösung zur Speicherung und Verwaltung von Belegen aller Art per Internet, die gemeinsam mit der Greifswalder Firma dr.heidenreich entstanden sei.

Noch vor drei Jahren war nicht ein einziges Unternehmen aus der Seenplatte in Hannover vertreten. 2010 brach Northbit aus Neubrandenburg das Eis. Im vergangenen Jahr stieg Netik mit ein und schickte seine „jungen Wilden“ zur CeBIT. In der kommenden Woche werden seine beiden Projektleiter Bernd Scheller und Frank Seefeld wieder in Halle 9 ihren Kunden zur Verfügung stehen. Scheller sieht einen doppelten Gewinn. Zum einen sei das Unternehmen selbst gezwungen, Projekte pünktlich zum Messetermin abzuschließen. Zum anderen könnten bestehende Geschäftsverbindungen gepflegt und „ein paar“ neue Kunden gewonnen werden, erläutert Scheller. „Es tut einem Unternehmen auch gut, nicht nur im stillen Kämmerlein zu schmoren“, ergänzt Netik.

Erstmals mit dabei auf der CeBIT ist in diesem Jahr die Hochschule Neubrandenburg. Professor Gerd Teschke stellt sein Institut für angewandte Mathematik in Wissenschaft und Technologie vor. Sein Plan ist es, nicht nur bunte Faltblätter zu verteilen. Teschke sucht Endkunden und Partner für die Fortführung eines Projekts, in dem die Hochschule und das Neubrandenburger Unternehmen Elegate zusammenarbeiten. Es gehe darum, Farbsequenzen auf einem Handy-Display zu entschlüsseln. Genutzt werden könne die Technologie, um per Handy Türen schlüssellos zu öffnen oder auf mobilem Wege Tickets zu erwerben. „Wir wollen sicherstellen, dass auch bei schwierigen Lichtverhältnissen die Farbschlüssel auf den unterschiedlichsten Display decodiert werden können“, beschreibt er die Aufgabe. Zudem wolle er am „Wegesrand“ auf die Suche nach neuen Themen für die Hochschule gehen.

Zu den Neubrandenburger Ausstellern gehört erneut die GTA Geoinformatik. Das Unternehmen, Spezialist für die Herstellung digitaler 3D-Stadtmodelle, reist mit einer Premiere nach Hannover. GTA meldet einen „Durchbruch“ bei der automatischen Auswertung von Luftbildern. Mit Hilfe der weiterentwickelten Software könnten aus Stereoluftbildern 3D-Objekte entwickelt werden, ohne dass beispielsweise Gebäudegrundrisse benötigt würden. „Diese Entwicklung wird die Erstellung von 3D-Geodaten weltweit revolutionieren“, hofft Marketingchefin Kathrin Hutton.

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